Erste Aufbruchsstimmung

Inzwischen hat die letzte Woche, die mir noch in H. bleibt, begonnen. Samstag geht’s zuerst einmal für sechs Wochen heim, allerdings leider nicht zum Entspannen, sondern um mein Praktikum zu absolvieren. Im allgemeinen wirft meine Abreise vor allem dadurch ihre Schatten voraus, dass ich schon seit Tagen am Reste verwerten bin, um alle Lebensmittel aus dem Kühlschrank und alle sonstigen verderblichen Dinge noch zu vernichten, damit ich sie Freitag nicht wegwerfen muss. Ich denke, ich werde morgen schon einmal das große Wäschewaschen starten, damit bis Freitag auch wirklich alles sauber und trocken ist.

Ansonsten bestimmte vor allem ein Mann meine Zeit seit dem letzten Eintrag: Nietzsche. Meine Güte. Mit dem Herren verbindet mich ja eine ausgereifte Hass-Liebe (manchmal rege ich mich tierisch über ihn und seine Einseitigkeit auf, manchmal bewundere ich seine Ansichten), aber das ist nur ein Problem. Ich arbeite nun schon seit gefühlten Jahrzehnten an dieser gottverdammten Hausarbeit und komme irgendwie nicht so wirklich voran. Sechs Seiten habe ich immerhin schon, aber… ja, da fehlt noch so ein bisschen viel. Letzte Woche habe ich mich mit neuer Literatur ausgestattet und diese dann durchgearbeitet.
Am bezeichnensten fand ich dabei den Kommentar, den einer meiner Vor-Leser neben einem Artikel hinterlassen hat:

Nietzsche

Der „Übermensch“, vereinfacht erklärt.

Ja. Aber sagen wir so: Mehrere hundert Seiten Sekundärliteratur später war dann zumindest selbst ich ein wenig schlauer, hurra.

Etwas erfolgreicher war ich, zusammen mit meiner wunderbaren Mini-Gruppe, zumindest an der Kafka-Front (noch ein Herr, der micht verfolgt). Für einen anderen Kurs mussten wir eine digitale, html-basierte Edition von ein paar seiner Manuskripte herstellen. Von Grund auf eine Website aus dem Boden zu stampfen war dabei nicht wirklich einfach. Aber mit viel gutem Willen haben wir es dann doch irgendwie gemeistert. Inzwischen sind Adobe Dreamweaver und ich auch echte Bros :) (Ich muss zugeben, dass das html mir auch nicht sooo befremdlich erschien. Immerhin habe ich schon an genug Blogs rumgeschraubt, um zumindest eine Grundahnung zu haben. Soll noch mal einer sagen, das Internet ist zu nichts zu gebrauchen). Nun ja, das Projekt ist nun zumindest so gut wie beendet und so kann ich mit gutem Gefühl zumindest das abhaken :) Fehlen ja nur noch… vier weitere Hausarbeiten. Ha… hahaha…. ha… /shot.

Anderes Thema.
Samstag habe ich mich dann nach mehrtägiger Arbeit abends mit Kino belohnt :D K. hat mich mit dem Auto abgeholt und zusammen sind wir nach Mannheim und haben The Amazing Spiderman im Originalton gesehen. Der Film ist zwar nicht so toll wie „The Avengers“ (ich meine, ehrlich, The Avengers > alles, was bisher an Superheldenfilmen da gewesen ist), aber dennoch hat er mir wirklich gut gefallen. Besonders die einzelnen Charaktere waren wirklich sympathisch und auch sympathisch dargestellt; Spidermans sarkastischer Humor war dabei eines meiner Highlights! Meine Güte, richtig, richtig große Klasse!
K. und ich mussten den Film natürlich auch in voller Nerdfreude begehen – sie trug ihr Captain America-Shirt, ich mein Avengers-Shirt. Ist zwar nicht ganz das richtige Comic, aber immerhin auch Marvel. Und Spiderman gehört ja zwischendurch auch mal zu den Avengers, also passte das schon. Ich fühlte mich jedenfalls wohl. Wir haben auch den Film fachmännisch diskutiert, wobei ich mich daran erinnerte, wie wir uns letztes Jahr zusammen X-Men: First Class angeschaut hatten: Noch während der Vorschau hatten wir beide die erste Fangirl-Glitter-Attacke, weil die Vorschau zu Captain America kam, und… das Während oder Danach will ich hier gar nicht ausführen. Jedenfalls dachten wahrscheinlich alle, wir seien bescheuert. Dabei bin ich nun wirklich nicht das, was man den absoluten Über-Nerd nennen würde (dazu besitze ich zu wenig Geld und demzufolge vor allem zu wenig Comics). Normale Menschen, huh.

Und das war eigentlich auch schon alles, was es so zu erzählen gibt. Als Update zum letzten Eintrag sei nur gesagt, dass sich meine Pflanzen inzwischen in ihrem Kururlaub befinden — auch wenn mein Basilikum aufgrund seines Läusebefalls hier geblieben ist und nun seinen Lebensabend in Quarantäne fristen muss. Ich meine ehrlich. Das will ich nimmer essen.
Mein Fahrrad scheint unterdessen noch lebendig zu sein… mich hat’s letzte Woche — auf dem Weg in die Reperaturwerkstatt auch noch! — durch ein Schlagloch gehauen und das, was auch immer verbogen war, war danach nicht mehr verbogen. Huh. Das Pedal habe ich dann selbst ein bisschen zurechtgetreten und nun geht es wieder. Irgendwie trau ich dem Frieden noch nicht so ganz und rechne damit, dass das Pedal demnächst abbricht, aber… nun hat es ja ein paar Wochen Zeit, um sich es nochmal zu überlegen. Wir werden sehen.

Und als Abschlusswort habe ich nur noch eines zu sagen: Schaut diese Woche Das perfekte Dinner und erkennt, dass der Bodensee einfach wirklich das schönste Fleckchen in Deutschland ist :)

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